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FreeOffice 2016 erschienen

http://www.freeoffice.com/de/

Vor einiger Zeit hatte ich im Podcast ja über das Softmaker Office gesprochen. Nun ist die “freie” Version dieses Office Pakets erschienen. Frei im Sinne von kostenlos, wirbt das Paket vor allem mit seinen Importfunktionen und der Kompatibilität zum Microsoft Office. Ich hab mich mal im Bekanntenkreis umgehört und der Import von Office Dateien scheint immer noch eines der größten Ärgernisse bei Libre Office zu sein. Ich selbst habe da wenig Erfahrung, da ich nur selten MS Office docs importieren muss.

softmaker_freeoffice_2016_linux_presentations_deMan kann jetzt über Open Source streiten, was bei Free Office 2016 nicht gegeben ist, aber wenn es um den Einsatz von Linux auf dem Desktop geht, scheint gerade die Abhängigkeit von “alten” Docs immer noch eine Hürde für viele Nutzer darzustellen. Deswegen würde ich das Free Office auch jedem Nutzer nahe legen, der sich “auf den Weg” heraus aus der Windows Welt macht.

 

Das Softmaker Office besteht aus den Komponenten TextMaker, PlanMaker und Presentations.

softmaker_freeoffice_2016_linux_textmaker_de

Die Unterschiede zwischen Free und kommerziell

Die Free Version ist zwar im Funktionsumfang gegenüber der Standart und Pro Version eingeschränkt, aber den wenigsten Nutzern dürfte das auffallen. Die Standartversion hat noch eine Rechtschreibprüfung in 20 Sprachen und ein Synonymwörterbuch in 8 Sprachen. Eine erweiterte Seitenleiste und eine angepasste Version des Thunderbird gehören ebenfalls in das Paket. Was ich spannend finde ist die integrierte Dudenkorrektur mit Grammatikprüfung aus der Pro Version. Auch ein Duden-Wörterbücher sind in dem Paket. Jeder der viele Texte schreibt (oder auch Bücher) wird sich schon mal auf die Suche nach einem entsprechenden Tool gemacht haben. Die Referenz in dem Bereich ist für mich Papyrus Autor, von dem es aber leider keine Linux Version gibt.  Auch wenn Papyrus noch einige andere Funktionen hat, so sieht es aus als wäre Softmaker mit dem Office2016 Pro sehr nahe an der Referenzklasse und ist damit auf jeden Fall einen Blick wert.

Wer sich für die kommerziellen Versionen interessiert, kann sich bei Softmaker eine 30 Tage Testversion herunterladen. Einfacher ist es noch sich die Free Version zu laden um dann zu sehen ob man damit klar kommt. Die am Anfang angesprochenen Word Importfilter können dann ein erster Schritt heraus aus dem Windows Garten in eine freie Welt sein.

softmaker_freeoffice_2016_linux_planmaker_de

 

 

 

Alle Bilder der Programme wurden von SoftMaker zur Verfügung gestellt.

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Die Zukunft ist da, aber wer nutzt sie ?

Die Technik Revolution ist in vollem Gange

Kaum eine Woche vergeht, ohne das neue Geräte und Gimmicks veröffentlicht/angekündigt werden. Die Personalisierung der Technik ist mit Vollgas unterwegs und verspricht uns, das sie unser Leben erleichtert.

Doch wie nutzen wir die neuen Möglichkeiten ? 

Der Einsatz von Smartphones, Tablets und Co. deckt bei den meisten Menschen den Entertainment Bereich ab. Genau an diesem Punkt werden die Geräte von vielen unterschätzt, denn ihre Möglichkeiten gehen weit darüber hinaus. Sei es im Bereich der Gesundheit, wo es möglich ist die eigenen Daten zu verwalten und zu analysieren oder natürlich auch bei der alltäglichen Arbeit, wo es aktuell eine noch größere Rolle spielt, alles miteinander zu vernetzen. Denn seien wir mal ehrlich, den peinlichen Moment, bei dem kurz vor einem Vortrag 4 gestandene Manager um einen Beamer stehen und den nicht zum laufen bekommen, den kennen wir alle (ähnlich war es mit Lehrern und Tageslichtprojektoren während meiner Schulzeit). Deswegen sieht die produktive und smarte Lösung dieser Situation doch so aus, das man sein Smartphone mit dem Beamer koppelt, den Vortrag aus der Cloud holt und sich voll und ganz auf seine Präsentation konzentrieren kann. Technisch möglich, aber wie oft kommt es vor ?

Verunsichert durch Snowden ?

Der ein oder andere mag zusammengezuckt sein, als ich etwas weiter oben über das Sammeln von Gesundheitsdaten fabuliert habe.  Vielleicht haben die Enthüllungen von Edward Snowden an diesem Punkt doch eine tiefere Wunde hinterlassen als uns  bewusst ist.  Gesundheitsdaten gehören nun mal für jeden einzelnen zu einem sehr intimen Bereich der Privatsphäre. Doch anstatt uns Gedanken über den Schutz dieser Daten zu machen lehnen wir es lieber ab, diese auf einem Gerät zu Sammeln das uns bei der Auswertung helfen kann. Im besten Fall sind Daten die besonderem Schutz unterliegen auf einem Gerät gespeichert, das gezielt Verschlüsseln kann. Wieviel Software zum Verschlüsseln von Daten sind auf einem durchschnittlichen Tablet oder Telefon installiert ?

Ein Tablet in Verbindung mit einer Smartwatch oder einem Fitnesstracker können gute Dienste leisten und uns beim Besuch des Fach- oder Hausarztes eine weitere Informationsmöglichkeit eröffnen, die für einen gesunden oder auf Gesundheit ausgerichteten Lebensstil sorgen. Wie oft nehmen wir eigene Daten mit zum Hausarzt und geben ihm die Chance Veränderungen unseres Gesundheits- Fitnesszustandes zu beurteilen ?

thx 2 pixabay !!

Technikverdrossenheit 4.0 ?

Schon vor einiger Zeit wurde festgestellt, das Studenten zwar immer besser wurden, wenn sie Tabellen und Charts erstellen sollten, aber kaum jemand überhaupt noch in der Lage war die Funktionsweise eines Computers zu erklären. Eigentlich ging der Mensch auch In diesem Bereich seiner Bequemlichkeit nach. Er wurde zum Konsumenten. Um dem entgegen zu wirken wurden Arduino, Raspberry Pi und andere Platinen in die schöne neue Technikwelt erfunden. Der kreative Geist sollte angeregt werden, der Nutzer sollte wieder Macher werden und sich mit der Technik und ihrer Funktionsweise beschäftigen. Diese kleinen Platinen eröffnen kaum zu begrenzende Möglichkeiten, die bei gezielter Nutzung einen echten Fortschritt für das alltägliche Leben darstellen. Wenn man die Verkaufszahlen und Projekte sieht, die seit Markeinführung des Arduino erfasst und veröffentlicht wurde, dann könnte man meinen, das dass Signal zum Start angekommen ist.

Was nun ?

Ich bin nicht der Meinung, das die meisten neuen Geräte nur dem Status oder Bequemlichkeit dienen. In vielen Fällen ist es eher so das der Nutzer mit dem schieren Überfluss der Einsatzmöglichkeiten total überfordert ist und am Ende den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.  Der von mir sehr geschätzte Sven Schneider hat in seinem Blog einen Artikel geschrieben, der eine etwas andere Sicht auf die Technik Revolution bietet. Ich möchte deswegen klarstellen, das dies keine Antwort auf seinen Artikel ist. Wir haben lustigerweise  festgestellt, das wir zur gleichen Zeit an Artikeln mit (fast) konträrer Sichtweise geschrieben haben. Deswegen kann ich jedem nur empfehlen seine Sicht der Dinge zu lesen.

Ich denke auf jeden Fall, das wir die Geräte und Technik die uns umgibt nutzen sollten in dem Sinne in dem wir sie nutzen wollen. Zum angucken von Videos oder Fotos sind fast alle Tablets und Smartphones in der Lage, aber eben auch zu mehr und dieses Potenzial sollte jeder für sich entdecken.

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