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Linux Presentation Day 2015 in Wolfsburg

LINUX PRESENTATION DAY IN WOLFSBURG

Die Linux User Group (WOBLUG) Wolfsburg übernimmt die Organisation des nächsten Linux Presentation Day in Wolfsburg und Umgebung.

Termin: 14. November 10:00 -17:00 Uhr
Ort: Schiller40 Coworking Space, Schillerstraße 40, 38440 Wolfsburg

Geplanter Ablauf:

  • 10:00 Uhr : Einführung und Grundsätze
  • 10:30 Uhr : Linux & Office
  • 11:00 Uhr : Linux & Multimedia
  • 11:30 Uhr : Linux & Games
  • bis 13:00 Open Space. Fragen Antworten, Testen…anschauen, was auch immer.
  • 13:30 Uhr : Einführung und Grundsätze
  • 14:00 Uhr : Linux & Office
  • 14:30 Uhr : Linux & Multimedia
  • 15:00 Uhr : Linux & Games
  • bis 17:00 Uhr Open Space und dann Feierabend.

Der Linux Presentation Day ist eine Veranstaltung, auf der Leute, die Linux gar nicht oder kaum kennen, einen Einblick in den Umgang mit dem Open-Source-Betriebssystem bekommen können. Unterschiedliche Linux-Varianten werden in typischen Alltagssituationen vorgeführt und können ausprobiert werden. Das Ziel der Veranstaltung, die kostenlos besucht werden kann, ist es, den Besuchern bei der Beantwortung der Frage zu helfen, ob auch sie irgendwann in Zukunft Linux nutzen wollen, als Ersatz für oder Ergänzung zu Windows.

ÜBER DEN VERANSTALTER

Linux User Group Wolfsburg trifft sich normalerweise einmal im Monat. Die Treffen dienen dem allgemeinen Austausch über Linux, der technischen Unterstützung bei konkreten Problemen und auch Vorträgen. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen, (unangemeldet) zu einem solchen Treffen zu kommen.
Weitere Informationen zu unseren Treffen und den sonstigen Vereinsaktivitäten und -angeboten finden ihr hier: woblug.blogspot.de

Ansprechpartner für die Organisation Michael Wehram und Norbert Schulze

Diese Meldung ist direkt von der Seite der WOBLUG übernommen

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Warum Linux es noch nicht auf den Desktop geschafft hat

Linux im Jahr 2015, der Durchbruch auf dem Desktop wurde schon einige Jahre zuvor von diversen Medien propagiert, aber geschehen ist es nie. Klar Linux ist in den letzten Jahren gewachsen, einfacher geworden und eigentlich bereit einem ganz normalen Nutzer alles zu bieten, was dieser haben möchte. Die Installation ist keine große Hürde mehr. Das System kommt mit allen Vorzügen die einem den Alltag erleichtern. Unter Windows 7 fällt es mir immer noch schwerer mein WiFi einzurichten als unter Ubuntu, wo das ganze während der Installation quasi im vorbeigehen passiert. Als Nutzer, der seine erste Version (damals SuSe Linux) ungefähr 1996 installiert hat, kratzt man sich am Kopf und fragt sich was das Problem mit Linux sein könnte.

Wenn ich auf die aktuellen Statistiken von Juli 2015 schaue, dann hat Linux weltweit eine Verbreitung von 1,53%. Der Mac liegt bei 7,31% und Windows liegt immerhin noch bei 91,16% (Quelle). Das sind Zahlen die alle für den Desktop gelten. Im Serverbereich sieht es ganz anders aus, da führt Linux klar und seit Jahren die Ranglisten an. Ähnlich dem Supercomputer Bereich wo schon fast Fantasiezahlen von 96 % und mehr erreicht werden. (Quelle)

Aus meiner Sicht besteht das Problem aus 2 Strängen, die es zu lösen gilt. Das eine ist die Vielfalt, die den Nutzer erst erschlägt, dann verwirrt und ihn letztendlich zum Aufgeben verleitet. Das andere ist sagenhaft schlechte Promotion und auch wenn sich dass in den letzten Jahren gebessert hat, ist es immer noch nicht so wie es sein muss.

Zur Vielfalt : Wie oft konnte man in so ziemlich jedem Linux Forum schon die Antwort “Es gibt nur 1 Linux, was Du meinst sind Distributionen” lesen. Die Frage dazu drehte sich meist um “Ich würde gern Linux einsetzen, weiss aber nicht welches ?” Leute die viel auf Foren unterwegs sind werden jetzt eifrig mit dem Kopf nicken. Auf die Antworten, die weniger provokant auf eine solche Frage antworten helfen dem Fragenden nur selten weiter. Da kommen so Sachen wie “je nach Geschmack” – “Was willste denn damit machen ?” – “egal, aber es muss Dir gefallen”.

Damit möchte ich auf gar keinen Fall die Foren Szene kritisieren oder die Leute die eine Frage wie die aus dem Beispiel schon 534 mal beantwortet haben. Es soll nur deutlich machen, vor welchem Problem jemand steht, der anfängt sich mit Linux zu beschäftigen. Man möchte dann in so einem Fall einfach einen Packen mit Live – Systemen anreichen und sagen : “Hier hast Du, schau sie dir alle an, nimm die Distribution mit der Du am besten klar kommst” (oder deine Hardware :-)) Von Einsteiger Seite verstehe ich auch, das man einfach keinen Bock hat sich mal eben 3 oder 4 Distributionen zu ziehen nur um “mal rein zu schauen”.  Von daher wäre es doch angenehm, wenn man frei von jeden Idealismus auf Distro Watch verweisen würde. Dort gibt es eine Rangliste mit den am häufigsten geladenen Distributionen. Nimm Platz 1 oder 2, kann nicht so schwer sein, denn es entspricht offensichtlich dem “Linux Massengeschmack”. Klar würde man es sich damit auch sehr einfach machen, aber der Nutzer, der fragt hat eine klare Antwort und erstmal etwas womit er arbeiten kann. Trotz allem stolpern Szene Neulinge aber immer wieder in die Falle, das sie zwar von Windows weg wollen, aber nicht genau definieren können, was sie stattdessen überhaupt wollen. Da fangen dann die Probleme in der Community an, denn nur zu sagen “das will ich nicht” ohne zu wissen was man will ist vielen in der Linux Szene nicht geläufig. Da ist man es gewohnt sich schon im Vorfeld Gedanken zu machen, was man mit seinem System anfangen will oder wie es auszusehen und zu arbeiten hat. Von daher ist das erstmal nicht zu 100% kompatibel. Wenn ich hier übrigens eine komplette Lösung für beide Probleme hätte, dann wäre würde ich damit auf Vortragsreise gehen. Habe ich nicht, möchte aber die Diskussion zu diesen Themen fördern.

Das zweite Problem, das ich ein wenig übertrieben als “sagenhaft schlecht” bezeichnet habe ist die Promotion, die Werbung für Linux. Erinnert sich noch jemand, als der Windows XP support eingestellt wurde ? Es gab, glaube ich kaum ein Magazin, das auf der Titelseite nicht darüber geschrieben hat, das es der optimale Zeitpunkt wäre auf Linux umzusteigen. Der war es auch ! Der optimale Zeitpunkt ist eigentlich jeden Tag aufs neue, aber wie viele User haben davon gebrauch gemacht ? In meinem Umfeld kann ich das ziemlich genau mit 0 beziffern. Aber was ist dann der Stelle das Problem ? Da bin ich ehrlich gesagt noch ratloser, als bei der Sache mit den Distributionen. Hat Linux immer noch den Ruf des “Freak-Systems” ? Ich habe gestern erst einen Artikel gelesen, der die Vorteile von Linux zwar ganz passabel verkaufte, am Ende aber doch darauf hinwies, das man sich durch die ein oder andere .config arbeiten müsste. Totaler Quatsch…klar kann man das machen, aber seit einigen Jahren ist das total überholt. Zumindest für die, die sich nicht da durch wühlen wollen. Und ich glaube genau diese kleinen Nadelstiche sind es, die den Einsteiger abschrecken. “Da muss man noch..” – “Da sollte man vorsichtig sein…” und so weiter. Wenn ich so einen Artikel lese, der dann auch noch mit überholten Klischees arbeitet, frage ich mich ob es wirklich die Intention des Journalisten war, dem Leser Linux näher zu bringen. Ein neuer Ansatz, den ich sehr vielversprechend finde ist der Linux Presentation Day. Dabei soll Linux für den Nutzer präsentiert werden. Also keine Zauberei auf der Shell und auch sonst keine Magie 🙂 Werbung für das System ist das beste was man machen kann und dem User die Angst davor zu nehmen, indem er direkt probieren und fragen stellen kann ist ein Weg, der das Image vom Freak System schnell in Luft auflöst.

Was es sonst noch für Möglichkeiten gibt, da sind der Fantasie  kaum Grenzen gesetzt. Allerdings hat man das Gefühl, das viele LUG´s sich ein wenig in ihre Ecke zurück gezogen haben und dort für sich hinwirken. Ich hoffe wie gesagt darauf das der LPD ein Erfolg wird und es viele neue User gibt, die dann auch den sozialen Aspekt hinter Linux erkennen und die Treffen der LUG´s besuchen.

Was habt ihr noch für Ideen, was könnte man noch machen um Linux bei ganz normalen Nutzern auf den Desktop zu bringen ??

 

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