3 Community Tipps für “nicht Programmierer”

In der Open Source Community sind die Programmierer wichtig. Sie bügeln Fehler aus Programmen, erstellen neue Software oder fügen schon bestehenden Programmen gute Features hinzu. Aber nicht jeder hat die Zeit oder Lust sich als Programmierer zu betätigen. Manchen fehlt auch einfach das Interesse daran. Sind diese Leute nur Parasiten in der Open Source Community? Auf gar keinen Fall, denn die Open Source Welt ist so vielfältig, das sich jeder nach seinen Talenten einbringen kann. Für diejenigen die keinen Einstieg finden, sollen folgende Vorschläge als Inspiration dienen.

 

  1. Biete Support in einem Forum

Die meisten Linux Distributionen verfügen über ein eigenes Forum. In diesen Foren können sich Nutzer zu Problemen, Ideen oder auch News/Ankündigungen austauschen.  Wenn Du dich also in spezielle Themen eingearbeitet oder ein Problem gelöst hast, dann schau doch mal durch ein paar Linux Foren, ob es nicht auch andere gibt, die das selbe Problem haben. Achte dabei immer auf die Forenregeln und lies dir im Vorfeld ein paar Postings durch, damit Du ein Gefühl für den Ton bekommst, der in dem Forum herrscht. Wenn Du das gemacht hast, dann sollte es kein Problem sein, dich in diesem Forum einzufinden. Ein genereller Tipp : „Überlege immer ob dein Posting zur Lösung eines Problems beiträgt.“ Wenn Du nämlich der 15te bist, der ein „Och da weiss ich auch nicht bescheid“ Postest, dann ist damit niemandem geholfen. Der Thread wird auf diese Weise nur noch länger und unübersichtlicher, aber das Problem besteht weiterhin. Deswegen sollte man den Nutzen des eigenen Beitrags auch kritisch hinterfragen. (Amnerkung des Schreibers : Ich glaube ich habe auch viele Postings, die nicht zielführend sind, aber bei mir war die Lernkurve auch eher als flach zu bezeichnen)

 

 

  1. Betreibe einen Blog oder Podcast

Vielleicht ist es ja auch nicht dein Ding dich mit anderen Leuten auseinander zu setzen. Es gibt dann immer noch die Möglichkeit einen Blog zu betreiben. Der ist schnell erstellt und man kann direkt beginnen der Welt mitzuteilen, wie man die eigenen Probleme gelöst hat. Wenn Du ein wenig Talent beim schreiben mitbringst und deine Artikel gut strukturierst, wird es nicht lange dauern, bis dein Blog eine häufig besuchte Seite wird. Ein gutes Beispiel, finde ich ist www.hauiswelt.de.

Der Betreiber dort hat sich eine Art Spickzettel geschrieben, den er in erster Linie mal für sich selbst gebastelt hat. Da dem Kollegen aber bewusst war, dass es andere gibt, die ähnliche Probleme haben, hat er den Spickzettel frei zugänglich gemacht. Inzwischen finden sich auf der Seite auch komplette Tutorials. Es ist aufgefallen, das es viele Tutorials und Anleitungen gibt, die irgendwie unvollständig sind. Nachdem er seinen eigenen Erfahrungen mit einem Problem gemacht hat, hat er also begonnen ein eigenes Tutorial zu schreiben, das komplett seinen Weg zur Lösung beschreibt. Wie es scheint, liegt er damit Goldrichtig!!

Tasten sind gar nicht dein Ding? Schreiben auch nicht? Dann probiere es doch einfach mit einem Podcast. Audioformate zu erstellen ist zwar nicht so einfach wie einen Text in einen Editor zu hacken, aber 2016 ist es auch kein Hexenwerk mehr. Ich habe die ersten Podcasts mit einem Smartphone aufgenommen, die Audios dann auf den Rechner überspielt und dann ab ins Web damit. Gut, ich kann mir vorstellen, das gerade diese ersten Versuche nicht angenehm auf den Ohren waren, aber das ist genauso wie schreiben, man lernt beim machen. Zuerst mal zu deinem Equipment vor Ort. Da reicht ein einfaches Headset und ein Rechner mit entsprechender Software. Wenn Du alleine aufnimmst empfehle ich Audacity. Wenn noch andere mitpodcasten, dann ist Ardour vielleicht eine alternative. Du solltest dir immer bewusst sein, dass es bei einem Podcast unter umständen Leute gibt, die zuhören. Deswegen sollte man es dem Hörer immer so angenehm wie möglich machen. Damit meine ich vor allem den Klang. Wenn es klingt, wie in eine Blechbüchse gesprochen oder ständig irgendwelche Aussetzer in der Aufnahme sind, dann wird der Hörer nicht lange dabei bleiben. Bedenke, die meisten Leute hören einen Podcast auf einem Smartphone, also mit Kopfhörern. Auch die Podcastwelt hat ein eigenes Forum, bei dem Du dich schlau machen kannst, wenn Du technisch nicht weiter weisst. Wenn Du dir inhaltlich nicht sicher bist, was Du machen willst, dann probiere ein wenig rum, wobei Du dich wohl fühlst. Wenn Du dann soweit bist, geht es an die erste Aufnahme. Dabei solltest Du dir unbedingt Notizen machen. Man verliert beim erzählen so schnell den Faden, das man am Ende zwar viel erzählt hat, aber das was man sagen wollte, komplett vergessen hat. Die fertige Aufnahme muss dann ja noch irgendwie ins Netz. Ich schlage vor, dass man einen Hoster wie podcaster.de zum Einstieg nutzt. Die Preise sind dort überschaubar und man kann sich auf das konzentrieren was man machen will. Podcasten! Auch sollte man nicht vergessen seinen Podcast bei den diversen Portalen, wie iTunes oder podcast.de zu listen, damit die Leute auch eine Chance haben den Podcast zu finden.

Ob nun Blog oder Podcast, es dauert in beiden Fällen einige Zeit, bis Leute darauf Aufmerksam werden. Es ist durchaus Ok, wenn man in dem ein oder anderen Forum einen Hinweis darauf postet, aber achte darauf das Du die Leute nicht mit Spam zu deinem Blog oder Pod überziehst. Das könnte zu bösen Reaktionen führen.

Wichtig ist in beiden Fällen, das man regelmäßig  „neues Futter“ liefert. (ja ich weiß, schreibt genau der richtige).

 

  1. Besuche eine LUG – Wenn es keine gibt Gründe eine

Linux User Groups sind der Treffpunkt für interessierte. Hast Du Spaß am Organisieren und Diskutieren mit anderen, dann ist eine LUG wie gemacht für dich.

Schau dich um, gibt es in der Nähe eine LUG? Dann los, informier dich wann Treffen stattfinden und steig ein. Auch der Linux Presentation Day, der seit 2015 in immer mehr Städten und sogar Europaweit stattfindet kann ein guter erster Kontakt mit anderen Linux begeisterten sein. Sollte es keine LUG in deinem Umfeld geben, dann nimm einfach Kontakt zu einer auf die in deinem weiteren Umfeld ist. Vielleicht kann man dir dort Tipps geben, wie man am besten ein LUG gründet. Es gibt zwar auch ein LUG HowTo (http://www.tldp.org/HOWTO/User-Group-HOWTO.html) aber wenn dir jemand mit Praxis unter die arme greifen kann, dann ist es immer besser. Eigentlich ist es auch nicht so schwierig. Als erstes braucht man mal einen Treffpunkt. Das kann eine Kneipe sein oder auch jeder andere Öffentliche Ort. Um das Treffen bekannt zu machen ist es sinnvoll die lokale Tageszeitung oder dein Stadtmagazin anzuschreiben. Wenn sich dann die ersten Leute zu einem Treffen eingefunden haben, könnt ihr in die Planung gehen um zu schauen in welche Richtung sich die LUG entwickeln soll, bzw. was eure Ziele sind. Ab diesem Punkt wirst Du merken, dass sich vieles von selbst entwickelt. Es hängt nicht mehr alles an Dir, sondern Du kannst im Team mit anderen die LUG gestalten und prägen.

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